Die Botschaft der Frauen

Warum eigentlich sind ausgerechnet die Frauen die ersten Auferstehungszeugen? Jeder weiß, dass Frauen in der damaligen Welt nicht viel galten. Sie waren vielfach unbeachtet und übersehen – da, aber im öffentlichen Leben nicht wirklich bedeutend. Und genau die finden das leere Grab. Das muss doch eine Bedeutung haben.

Vielleicht liegt die Bedeutung darin, dass es heute genauso ist. Auch heute entdecken die Unbedeutenden als erste die Wahrheit des Lebens: nur, dass es nicht mehr die Frauen sind, sondern die unbegabten Kinder, die seltsam gewordenen Alten, die unbeliebten Außenseiter. Wir sollten mehr auf deren Worte und Taten achten, wenn wir den Sinn des Lebens finden wollen.

Und vielleicht sollten wir auch mehr auf die übersehenen Anteile in uns selbst achten, auf das, was wir verdrängen und vergessen möchten. Wer die Zukunft meistern will, kommt mit dem, was er von sich gerne ins Licht stellt, nicht aus. Er muss tiefer schürfen. Er muss zum Grab gehen; dorthin, wo er alles verscharrt hat, was er aus den Augen und dem Sinn haben will; dorthin, wo er nichts findet als eine Menge Steine von aufgehäufter Schuld. Aber wer das aushält, findet auch das Leben. Nach dem persönlichen Karfreitag folgt das persönliche Ostern.

Wir alle haben die Hoffnung, dass nach der Nacht das Licht kommt, nach dem Tod das Leben und nach dem Zweifel der Sinn. Jesus lebt. Und wir leben auch.

Pfr. Michael Hoffmann

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